"TC Kochkunst"

Kunst Kunst

Man sollte mit diesem Wort in der Küchenregion vorsichtig umgehen. Denn Kunst nennt beinahe jeder sein Ergebnis. Nur wenige jedoch besitzen die Gabe, die Kunst daraus zu machen.

Im entferntesten Sinne sagt das Wort Kochkunst  ja auch, dass die einmalige, die perfekte Speise sozusagen eine Eigenkreation und Individualität die Kochkunst sei. Dem ist leider  nicht mehr  so. Denn gekocht haben alle Köche beinahe schon alles und in jedem Zustand. Nur noch die wenigen hervorragenden Köche, denen diese Art der Herstellung einer Speise in fortlaufender Perfektion gelingt oder die auf der molekularen Ebene sich mit dem Thema auseinandersetzen, sind dann für mich die Künstler und erschaffen dann die Koch-Kunst.

 

Eine Kunst ,die so ist, dies ist auch meine Vorstellung des Kochens, dass man die einzelnen Produkte auf den Punkt in Geschmack, Garstufe, Konsistenz und Zubereitung  trifft. Nur so kommen bestimmte Aromen zur vollen Entfalltung.

 

Wiederum sagt das Wort Kochkunst zugleich alles aber auch nichts aus. Denn eine Kunst in dem Sinne von wertvollen Schätzen und geheimnisvollen Zutaten ist dies sicher nicht. Aber das, was das kochen ausmacht, die Speisen und Produkte auf einen geschmacklichen und optischen Höhepunkt zu bearbeiten, dafür trifft das Wort zu.

 

Da die Qualität eines Produktes für mich ausschlaggebend dafür ist wie gut ein Gericht wird bzw. wie kunstvoll, setze ich auch dort meine ersten Maßstäbe. Hingegen wird uns, der Konsumgesellschaft, immer öfter nur eine Art der Produkte bei Händlern aller Art und  Discountern angeboten, und hierbei verlieren wir immer mehr den Sinn für die Qualität an sich.

 

Also wie sollen wir in Zukunft Qualität bestimmen können,  wenn wir nicht wissen, was Qualität ist?



Ich möchte hier meine Philosophie weiter geben und appeliere an alle Menschen, mehr auf die Qualität zu achten. Für mich beginnt gutes Essen nicht bei einer Qualitätsstufe die gut ist, sondern gutes Essen braucht für mich die beste Qualität des Grundproduktes.
Darauf baut mein ganzes Wissen und Können auf.

Frühling:

 

Der Frühling ist da, und somit auch der Reichtum der frischen Flora und Fauna. Zu den zahlreichen Zutaten zählen wie immer der Spargel, Bährlauch und frischer Waldmeister. Heute werden diese Zutaten nur noch in der gehobenen Gourmet Gastronomie und leider immer seltener auch im privaten Haushalt verwendet. Dabei ist doch gerade das Sammeln und Verarbeiten solcher Produkte das Besondere nach der düsteren Jahreszeit. Mal ganz davon abgesehen, dass man auch selbst die Qualität des Grundproduktes überwachen bzw. kontrollieren kann.

Sommer:

Auch der Sommer lockt mit aromenvollen Zutaten. Zu dieser Zeit lasse ich mich gerne von der provençalischen oder marokkanischen Küche verleiten. Ebenso sind Früchte wie Erdbeeren, Melonen und Kirschen ein Traum und Genuß in dieser Jahreszeit. Da bekommt man ein ganz anderes Gefühl und verspürt sofort die Lust zu kochen.

Natürlich versuche ich dann auch in die Gerichte viel Fisch einfliessen zu lassen,  da dieser mit seinem Eiweiß, den Omega3 Fettsäuren und dem hohen Nährwert besonders viel Energie spendet. Genau wie die "Leichtigkeit des Seins" ist der Fisch zudem noch leicht und sättigt  nicht zu arg. Somit kurz gesagt: Der Sommer ist "Gourmet"-Spitze und kann kommen!

Herbst:

Die Wälder färben sich in ein farbenfrohes Gewand aus Rot- und Gelb-Tönen. Die Temperaturen fallen und die Tage werden leider wieder kürzer. Die reifen Sommerfrüchte sind nun geerntet und die letzten Weinreben werden eingeholt.

Der Herbst ist nun da. Er ist nicht nur der Vorbote für den kalten Winter, sondern auch auf kulinarischer Ebne ein Wandlungsfaktor. So verwendet man noch die reifen Spätblütenfrüchte wie Äpfel und Birnen. Von mir persönlich favorisiert sind die Quitten, aus denen sich die schönsten und verschiedensten Chutneys herstellen lassen.
Auch die letzten geschmackvollen Steinpilze werden in dieser Zeit verarbeitet und so langsam stellt man sich auf den Winter ein und beginnt mit Wild.

 

Somit sage ich: Lassen wir den Herbst gewähren und freuen wir uns auf viele Leckereien. Bon appétit!!!

Winter:

So nun ist er wieder da, der kälteste Teil des Jahres. Mit Temperaturen um Null herum und dem leisen Schneefall beginnt kulinarisch die kräftige Wintersaison.

 

Was im Sommer Tabu ist, darf man nun kochen. Schmorgerichte, Braten, deftiges und viel Süßes. Dabei spielt gerade hierbei die Schokolade nun eine große Rolle. Ebenso sind nun Südfrüchte erlaubt , da ich ja persönlich ein Fan von regionalen Produkten bin, diese aber bei uns im Winter nicht wachsen.

Dafür bringt die Kälte einen anderen angenehmen Umstand mit sich! Gemütlich vor dem Kamin mit einem Kräftigen Rotwein oder ab und zu auch einem Glühwein zu sitzen und dabei ein Buch lesen. So lassen sich dann die lange Winterabende auch angenehm gestalten und ziehen dann hoffentlich schnell vorbei.